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Im Zeitraum vom August 2004 bis zum September 2005 haben die Fachleute unserer Firmadie Software für das PLS der Süd-West-Wasseraufbereitung, St.-Petersburg, programmiert und die Ausrüstung montiert und in Betrieb genommen.
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Technologische Beschreibung
Die Wasseraufbereitungsanlage ist für 330000 m3 Abwasser pro Tag ausgelegt. Aufbereitet werden die Abwässer von einem Territorium mit einer Einwohnerzahl über 700000. Der Finnische Meerbusen wird so von 21000 t Schadstoffen pro Jahr entlastet sowie von 23000 t BSB, 3200 t Stickstoff und 520 t Phosphor.
Die Abwässer durchlaufen eine mechanische, biologische und chemische Reinigungsstufe.
Zum Einsatz kamen modernste Technologien auf dem Gebiet der Abwasseraufbereitung.
Bestimmungszweck
Das Prozeßleitsystem wurde für die Steuerung der neuen Aufbereitungsanlagen projektiert.
Hauptfunktionen:
Steuerung der Abwasserreinigung im Automatik- und Handbetrieb;
Darstellung von Fließbildern, Hardcoppy von Protokollen und Berichten;
Überwachung elektrischer Parameter;
Diagnose der Ausrüstung, Sendung von Alarm-Meldungen in Form von SMS zur operativen Information des Bedienpersonals über den Prozeß- und Anlagenzustand.
Struktur des Systems:
Die untere Ebene wird mit einer redundanten SIMATIC S7-400H (CPU417-H) und 4 nichtredundanten SIMATIC S7-400 (CPU416-3) realisiert. An jeden Zentralprozessor ist ein örtliches Operatorpanel OP270 zur Bedienung des Systems und der Messwertgeber angeschlossen.
Die analogen Eingangsmodule unterstützen ein HART-Protokoll, mit dem die Messwertgeber in Echtzeit und zentral von der Engineering-Station in der Dispatcherzentrale konfiguriert und eingestellt werden können, so daß es nicht nötig ist, die Einstellung der Geber vor Ort vorzunehmen.
Der Daten-Austausch zwischen den Teilnehmern erfolgt über das Hochgeschwindigkeits-Ethernet. Um die Ausfallsicherheit der Kommunikation zu erhöhen, wird die Ring-Struktur des Lichtwellenleiters angewendet.
Die obere Ebene besteht aus:
zwei Operatorstationen in der Dispatcherzentrale;
zwei Laboranten-Stationen im Verwaltungs- und Laborgebäude;
einem Daten- oder technologischen Informations-Server;
einer Engineering-Station in der Dispatcherzentrale. Es gibt die Möglichkeit der Fern-Bedienung unter Verwendung der Software PCAnywhere.
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Struktur des Steuersystems
Zur Realisierung des PLS wird sowohl die Hardware als auch die Software des Systems PCS7 v6.0SP3 verwendet.
Das PLS unterstützt die Informationsdarstellung in zwei Sprachen: russisch und englisch. Englisch wurde bei der Inbetriebnahme und im Probebetrieb benötigt, da eine große Anzahl ausländischer Fachleute an dem System gearbeitet haben.
Fließbild - Belüftungsbecken
Berichte und Labordaten
werden in einem gesonderten Subsystem mittels MIS-Light v3.4 (Management Information System) der SIEMENS AG bearbeitet.
Der Daten-Server empfängt die Prozeß-Information von den Operatorstationen über zwei unabhängige redundante Kommunikationskabel. Dieser Server und einige Klient-Stationen sind Bestandteile des Subsystems.
Diagnose-System
Im PLS kommt ein gut entwickeltes Diagnose-System zum Einsatz. Die Diagnose sowohl der Hardware-Komponenten des Steuersystems und der Kommunikationskabel als auch der technologischen Anlage erfolgt in Echtzeit. Im Falle einer Störung wird eine entsprechende Mitteilung ausgegeben. Ist die Störung kritisch, wird über Mobil-Telephon automatisch eine SMS-Mitteilung an das Bedienpersonal abgeschickt.
EINGANGS- UND AUSGANGSSIGNALE DES PLS:
| eingangs- und ausgangssignale |
| analoge Eingänge |
454 |
| analoge Ausgänge |
79 |
diskrete Eingänge |
1746 |
| diskrete Ausgänge |
549 |
| Insgesamt |
533+2295 |
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Das PLS ist mit einer Signalreserve von 15% ausgelegt
GESAMTANZAHL TECHNOLOGISCHER OBJEKTE DES PLS:
| Analoge Geber |
607 |
Ausrüstungen: |
Mischer |
98 |
| Pumpen |
82 |
| Diskrete Schieber |
153 |
| Analoge Schieber |
78 |
| Fließbänder |
37 |
| Schaber |
10 |
| Netzgeräte |
94 |
| Andere Geräte |
52 |
| Regelkreise |
62 |
| Insgesamt |
1279 |
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Die feierliche Inbetriebnahme der Wasseraufbereitungsanlage fand am 22. September 2005 in Anwesenheit der Präsidenten der Russischen Föderation und Finlands, Wladimir Putin und Tarji Halonen, des schwedischen Premierministers Joran Persson und der Gouverneurin St.-Petersburgs Walentina Matwijenko statt.
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